Was lernt man eigentlich in einer Sehschule?

Schielende Kinder werden häufig in einer so genannten „Sehschule“ behandelt. Dies sind spezialisierte Einrichtung in Augenarztpraxen oder Kliniken. Dort arbeiten speziell ausgebildete Orthoptistinnen mit Augenärzten zusammen um eine Vielzahl an Sehstörungen zu diagnostizieren und zu behandeln. Aber, was lernt man eigentlich in einer Sehschule?

Als Sehschule wird im Allgemeinen eine räumliche Einrichtung bezeichnet, die sich auf die Diagnostik und Behandlung von Sehstörungen spezialisiert hat. Meist sind diese Sehschulen an Kliniken oder Augenarztpraxen angegliedert. In solchen angegliederten Sehschulen arbeiten AugenärtzInnen eng mit speziell ausgebildete Fachkräften der Augenheilkunde, den Orthoptistinnen, zusammen. Die Sehschulen und Orthoptistinnen übernehmen dabei meist die Diagnose und Behandlung von ganz unterschiedlichen Sehstörungen, so z.B. auch von Sehschwächen, Augenbewegungsstörungen (Schielen, Zittern) und Störungen des beidäugigen Sehens.

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Wer kommt in eine Sehschule?

So vielfältig wie die behandelten Sehstörungen sind auch die Patienten: Sowohl Erwachsene als auch Kinder finden in der Sehschule kompetente Ansprechpartner zur Augengesundheit. Viele der behandelten Sehstörungen, wie ein Schielen oder eine Amblyopie, werden schon in der Kindheit diagnostiziert: Hier sorgen Orthoptistinnen mit viel Geduld, Einfühlungsvermögen und abgestimmten Untersuchungsmethoden für eine patientengerechte Behandlung auch bei Kleinkindern.

Der Unterschied zwischen einer seriösen und unseriösen Sehschule

Sehschule ist aber kein in besonderer Weise geschützter Begriff, sondern zeichnet sich streng genommen lediglich durch seine Gebräuchlichkeit aus. So gibt es z.B. auch Sehschulen, in denen sogenannte „Augentrainer“ oder „Sehtrainer“ ein „Augentraining“ anbieten, mit dem vor allem die Augenmuskulatur trainiert werden soll. Derartige Angebote werden jedoch wegen einer fehlenden staatlich anerkannten Ausbildung und einer fehlenden aussagekräftigen, wissenschaftlichen Evidenz von der Schulmedizin weitestgehend als unseriös bewertet. Im Gegensatz dazu sind in seriösen Sehschulen, die auf die bewährten und wissenschaftlich anerkannten Methoden zurückgreifen, Orthoptistinnen beschäftigt.

Wie finde ich eine Sehschule für mich oder mein Kind?

Heutzutage sind Sehschulen häufig einer Augenarztpraxis oder Augenklinik angegliedert. An großen augenheilkundlichen Kliniken mit verschiedenen Fachbereichen wird die Sehschule oft auch als Schielambulanz bezeichnet. Auf der Suche nach einer seriösen Sehschule kann man sich gut an diesen Dingen orientieren. Wenn eine Sehschule an eine Augenarztpraxis oder Augenklinik angebunden ist und mit Orthoptistinnen zusammenarbeitet, dann spricht das im Allgemeinen für die Seriosität der Sehschule. Auch in unserer Ärzteübersicht finden sich viele Augenarztpraxen mit angegliederten Sehschulen.

Klassenzimmer für die Augen: Das Sehen schulen

Aber Sehschulen können natürlich auch tatsächliche Schulen für die Augen sein. Orthoptistinnen arbeiten auch mit speziellen Sehübungen, die die visuelle Wahrnehmung trainieren. Ziel dieser Übungen ist es, das vorliegende Defizit zu mindern, die Sehleistung zu verbessern und Sehschwächen auszugleichen. Ein solcher Fall sind beispielsweise Amblyopie-Patienten. Bei einer Amblyopiekönnen ergänzende Sehübungen zur Unterstützung der Okklusionsbehandlung (Abkleben des schwachen Auges mit einem Augenpflaster) eingesetzt werden und so die Therapie unterstützen. Daher kommt auch der Name „Sehschule“: Früher waren Orthoptistinnen noch viel mehr mit der tatsächlichen Schulung des Sehens beschäftigt, wodurch sich der Name „Sehschule“ allgemein verbreitet hat. Sehr aufwendige Schulungen in den Sehschulen können heute aber durch Früherkennung meist vermieden werden. Deswegen werden diese Einrichtungen heute auch häufig nur noch als „Orthoptik“ bezeichnet.

Caterna – Ihre Online-Sehschule für Kinder mit Amblyopie

Mit der Caterna Sehschulung machen die Patienten genau das, was Orthoptistinnen früher in der Sehschule gemacht haben: Das Sehen trainieren. Aber für die Caterna Sehschulung müssen sie keine Übungen lernen und in ihren Alltag integrieren. Stattdessen spielt der kleine Patient 30-40 Minuten am Tag selbstständig die abwechslungsreichen Online-Spiele. Abgestimmt auf die Diagnose des Kindes sorgt ein spezielles Wellenmuster im Hintergrund der Caterna Spiele dafür, dass das schwachsichtige Auge wieder stimuliert wird. Das sorgt für mehr Spaß, kann zu schnelleren Erfolgen verhelfen und so die Motivation der Kinder steigern.

Als telemedizinische Bildschirmanwendung können diese Sehübungen auch gut in Sehschulen eingesetzt werden. Aber noch viel besser und praktischer: Man kann sie sich auch bequem nach Hause holen! Alles was benötigt wird ist ein Computer/Laptop mit ausreichend großem Bildschirm, eine Maus und ein Internetzugang. Die Wege zur Sehschule entfallen und die Traningseinheiten können besser in den stressigen Alltag integriert werden. Gleichzeitig hat aber Ihre Orthoptistin immer noch einen Überblick über das Training und kontrolliert die Erfolge. Das Ziel: Gemeinsam zum kleinen Besserseher!