Die Schuluntersuchung: Auch die Augen werden getestet

Bevor für Ihr Kind ein neuer, spannender Lebensabschnitt beginnt, muss zunächst eine Untersuchung durchgeführt werden, zu der es viele Fragen gibt: Die Schuleingangsuntersuchung („SEU“).  Dabei wird das Kind auf körperliche, geistige und soziale Schultauglichkeit geprüft. Doch was ist damit gemeint? Und was kommt auf Sie und Ihr Kind zu? Wir haben die wichtigsten Informationen zusammengetragen.

Die Schuluntersuchung ist Pflicht

Die Schuleingangsuntersuchung ist im Schulgesetz festgeschrieben und daher Pflicht für alle Erstklässler.

Allerdings: Wie lange sie dauert, wann sie stattfindet, und was genau getestet wird bestimmen die Behörden in den jeweiligen Bundesländern. Durchgeführt wird die Einschulungsuntersuchung von Ihrem örtlichen Gesundheitsamt.

Vom Gesundheitsamt kommt auch einige Wochen vor dem Untersuchungstermin die Einladung zu Ihnen nach Hause. Häufig per Post, in anderen Fällen werden sie in den Kindergärten verteilt oder bei der Schulanmeldung ausgegeben. Heben Sie die Einladung auf, Sie brauchen sie zum Termin wieder!

Bei Fragen zum Termin oder der Untersuchung hilft Ihnen Ihr örtliches Gesundheitsamt weiter.

Was passiert in der Einschulungsuntersuchung?

Während dieser Untersuchung wird geschaut ob Ihr Kind körperlich, geistig und sozial bereit für den Schuleintritt ist. Ein Schularzt untersucht das Kind und gibt eine Einschätzung des geistigen und körperlichen Gesundheits- und Entwicklungszustandes ab.

Der Arzt wird Ihnen Fragen zur bisherigen Entwicklung, chronischen Krankheiten und Unfällen stellen. Nach einer kurzen körperlichen Untersuchung, in der unter anderem Gewicht und Körpergröße notiert werden, muss Ihr Kind noch kleine Tests zur Grob- und Feinmotorik, sowie den sprachlichen Kompetenzen machen. Das kann zum Beispiel das Zählen von 1 bis 10, das Schreiben des Namens in Druckbuchstaben, das Benennen von Farben und Formen, das Malen von Bildern nach Vorlage oder das Stehen und Hüpfen auf einem Bein umfassen. Dabei achtet der Arzt sowohl auf die Ausführung der Aufgaben, als auch auf die Konzentrationsfähigkeit und Kontaktfreudigkeit des jeweiligen Kindes. Natürlich wird im Rahmen der Schuluntersuchung auch ein Hörtest und ein Sehtest vorgenommen. Insgesamt sollten Sie circa 30 Minuten bis eine Stunde für die Einschulungsuntersuchung einplanen.

Was muss ich zur Schuluntersuchung mitnehmen?

Unbedingt mitnehmen sollten Sie den Impfpass und das Vorsorgeheft vom Kinderarzt. Die oben bereits erwähnte Einladung zur Schuluntersuchung sollten Sie ebenso mitnehmen. Denken Sie daran, dass Ihr Kind alle nötigen Hilfsmittel, wie beispielsweise Hörgeräte und Brille, bei sich hat. Wichtig: Ein Elternteil muss während der Untersuchung dabei sein. Eine Bescheinigung zur Freistellung von der Arbeit kann vom Gesundheitsamt ausgestellt werden.

Keine Sorge vor der Einschulungsuntersuchung. 

Viele Eltern und auch Kinder sehen diesen Tests vor der Einschulung mit gemischten Gefühlen entgegen. Machen Sie sich bewusst, dass es hierbei nicht um eine definitive Feststellung des Entwicklungsstandes geht, sondern der Test vielmehr nur eine Momentaufnahme ist. Die Stimmung und Tagesform des Kindes haben natürlich Einfluss auf das Testergebnis.

Die Schuleingangsuntersuchung ist keine Prüfung, in der Kinder zeigen müssen, was sie alles schon können. Der Schularzt möchte lediglich einschätzen, ob das Kind bereit für die neuen Herausforderungen des Schulalltags ist. Als Eltern sollten Sie Ihrem Kind erzählen, was passieren wird und es darin bestärken, dass es die Aufgaben schaffen wird – aber es natürlich auch nicht schlimm ist, wenn es etwas nicht weiß. Auch ältere Geschwister, die die Tests vor der Einschulung schon hinter sich haben, können aufgeregte Kinder beruhigen und mit ihnen die ein oder andere Übung schon mal proben. Aber vor allem sollte man beachten: Wenn sich die Eltern nicht zu viele Sorgen machen, ist auch das Kind entspannter.

Was passiert mit den Ergebnissen der Schuluntersuchung?

Der Schularzt wird die Ergebnisse der Untersuchung mit Ihnen als Eltern besprechen. Wenn noch weitere Untersuchungen und Fördermaßnahmen nötig sind, wird er Sie darauf hinweisen. Die Schule bekommt hingegen nur ein schulärztliches Gutachten darüber, ob es Förderbedarf gibt. Die genauen Ergebnisse sind vertraulich!

Was passiert wenn etwas nicht stimmt?  

Der Arzt bespricht mit Ihnen alle auffälligen Ergebnisse. Nun ist Ihr Kinderarzt oder ein Spezialist Ihr nächster Ansprechpartner, um zu entscheiden was weiter passiert. Ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt hilft beispielsweise bei Hörfehlern, ein Augenarzt kann nötig sein, um Sehfehler möglichst noch vor Schulbeginn zu korrigieren.

Auffälliger Sehtest – Als erstes zum Augenarzt.

Bei einem auffälligen Sehtest ist der Augenarzt der beste Ansprechpartner. Durch eine gründliche Untersuchung können die Ursachen für eine verminderte Sehleistung festgestellt werden. Möglicherweise können Schielstellungen, Brechkraftfehler oder andere organische Defekte zugrunde liegen.

Der Augenarzt kann z.B. eine Brille verordnen, um Brechkraftfehler wie eine Weitsichtigkeit (Hyperopie) oder Kurzsichtigkeit (Myopie) zu korrigieren. Typische Beschwerden wie Unkonzentriertheit, Doppelbilder, Schielen, oder Kopfschmerzen können dadurch behoben werden. Auch das spätere Lesen- und Schreibenlernen fällt Ihrem Kind so sicherlich leichter!

Die Sehleistung bessert sich trotz Behandlung nicht?

Nach Verordnung der Brille wird der Augenarzt einen Kontrolltermin vereinbaren, um zu schauen wie Ihr Kind mit der Brille zurechtkommt und ob die Sehleistung verbessert ist. Wenn Ihr Kind beim Kontrolltermin trotzdem nicht die volle Sehleistung erreicht, wird der Arzt gegebenenfalls eine Amblyopie diagnostizieren. Als Amblyopie bezeichnet man eine Sehschärfenminderung des Auges, obwohl die organischen und neuronalen Voraussetzungen für gutes Sehen gegeben sind.

Eine Amblyopie sollte schnell behandelt werden.

Eine Amblyopie lässt sich nach Vollendung der Sehentwicklung im frühen Teenageralter nur noch schwer korrigieren. Deswegen ist es wichtig sofort nach der Diagnose mit einer Therapie zu beginnen. Idealerweise gibt es in der Augenarztpraxis Ihrer Wahl eine Sehschule mit einer Orthoptistin, die sich im Falle einer Amblyopie bestens mit Therapiemöglichkeiten auskennt. Sie kann Ihnen im Verlauf der Therapie unterstützend und beratend zur Seite stehen.

Die Okklusionstherapie – ein Auge wird „abgeklebt“

Als häufigste Therapie bei Amblyopie verordnet Ihr Augenarzt die bewährte Okklusionstherapie. Dabei wird das „starke“ Auge mit einem Pflaster abgeklebt, um die Sehleistung des „schwachen“ Auges zu fördern. Für Sie und Ihr Kind ist dies wahrscheinlich erst einmal ungewohnt. Die häufig lange Tragezeit, macht das „Abkleben“ mit Augenpflastern nicht immer einfach. Besonders schwierig wird es, wenn die Okklusionstherapie keinen oder nur wenig Erfolg hat und sich die Sehleistung kaum verbessert. Bei rund 30 Prozent der Kinder ist dies der Fall. Verständlich, dass die betroffenen Kinder dann noch weniger motiviert sind, das Pflaster zu tragen!

Bei Zeitdruck vor der Einschulung:  Die Caterna Sehschulung

Wird bei Ihrem Kind eine Amblyopie erst während der Schuluntersuchung erkannt, drängt die Zeit. Denn eine gute Sehleistung ist vor allem im Grundschulalter extrem wichtig, damit Ihr Kind nicht beim Lesen und Schreiben Lernen eingeschränkt ist. Mit der Caterna Sehschulung haben Sie die Möglichkeit, die Okklusionszeiten durch eine 90-tägige Online-Therapie deutlich zu verkürzen. Die Caterna Therapie ist eine Sehschulung, die Ihr Kind bequem von zuhause aus am Computer durchführen kann. Das Besondere an der Caterna Therapie ist ein spezielles Wellenmuster im Hintergrund der spannenden und abwechslungsreichen Online-Spiele, das das „schwache“ Auge effizient stimuliert. Gerade wenn die Zeit bis zur bevorstehenden Einschulung Ihres Kindes knapp ist, kann die Caterna Sehschulung Ihrem Kind schnell zu einer Verbesserung der Sehleistung verhelfen.

Das Ziel: Erfolgreich in die Schule starten!